| Ziele
Mit QuaTheDA strebt das BAG ein einheitliches und allgemeingültiges
Qualitätsverständnis im gesamten Suchthilfebereich
an. Dadurch werden optimale Rahmenbedingungen geschaffen,
um langfristig die Qualität der Leistungen und der Ergebnisse
zu verbessern.
Die Qualitätsfrage kann jeweils auf unterschiedliche
Art und Weise angegangen werden. Wichtig ist deshalb eine
von allen betroffenen Partnern anerkannte Definition von Qualität.
Ein solch gemeinsames Qualitätsverständnis wird
im Rahmen einer Norm definiert, welches bei QuaTheDA das Referenzsystem
genannt wird.
Mit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems
und der Erfüllung der Qualitätsanforderungen aus
dem Referenzsystem kann eine QuaTheDA-Zertifizierung erlangt
werden.
Das Referenzsystem QuaTheDA legt den Schwerpunkt auf Struktur-
und Prozessqualität. Langfristig strebt das BAG mit QuaTheDA
auch eine Qualitätsentwicklung im Bereich der Ergebnisqualität
an. Letztere ist jedoch von einem höheren Komplexitätsgrad
geprägt als jene der Struktur- und Prozessqualität:
Aufgrund der Mehrdimensionalität der Suchtkrankheit (medizinische,
psychologische und soziale Dimension) ist es schwierig, einen
direkten Zusammenhang zwischen Intervention und Ergebnis herzustellen.
Eine ExpertInnengruppe wurde eingesetzt, um Rahmenbedingungen
zu formulieren, damit in einem zweiten Schritt Indikatoren
für ergebnisorientierte Qualität definiert werden
können.
Die Institutionen, welche QuaTheDA eingeführt haben,
sollen mittelfristig in der Lage sein, folgende vier Fragen
besser beantworten zu können:
- Welche Interventionen?
- Für welche KlientInnen?
- Mit welchen Ergebnissen?
- Mit welchen Ressourcen?
Vorteile
Ein gemeinsames Qualitätsverständnis bringt im
Suchtbereich, der in Bezug auf seine Strukturen relativ überschaubar
ist, folgende Vorteile:
- Die qualitätsbezogene Kommunikation wird erleichtert
und kann viel zum Erfahrungsaustausch zwischen den PartnerInnen
eines Suchthilfenetzes beitragen.
- Das Suchthilfenetz sowie die Behörden, denen die
Finanzierung dieses Tätigkeitsfeldes obliegt, können
auf eine gemeinsam anerkannte Definition von "Qualität"
zurückgreifen.
- Die Teilnahme an einem Qualitätsförderungsprogramm
erhöht die Bereitschaft zum Gebrauch von gemeinsamen
Messinstrumenten (z.B. Zufriedenheitsfragebogen), welche
Vergleiche ("bench marking") ermöglichen.
Diese sind wiederum ein wichtiges Hilfsmittel, um Leistungsverbesserungen
zu erzielen.
- Qualitätsförderung soll einen Beitrag zur Verbesserung
der Zusammenarbeit zwischen den PartnerInnen innerhalb des
Suchthilfenetzes leisten. Es werden Qualitätsanforderungen
an diese Zusammenarbeit definiert.

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